Innehalten Resilienz

Kennen Sie das? Sie gehen wohin, wollen was tun, werden währenddessen angesprochen, und dann: Was wollte ich noch?

Wir leben in Zeiten größter Herausforderungen, die digitale Welt macht Vieles neu, anders. Die Organisationsabläufe in unseren Büros verändern sich, Strukturen, die gestern noch richtig und gut waren, werden schon heute in Frage gestellt und sind morgen längst überholt.

Auch diese Geschwindigkeit ist neu, sind wir nicht gewohnt, wir kennen stabile, klare Strukturen und Abgrenzungen – heute ist „alles“ offen. Das Checken der vielfältigen Möglichkeiten ist oft ein Zeiträuber, in unserem gewohnten Ablauf wäre es schneller gegangen, frei nach dem Motto: Lieber ein bekannter Umweg als eine unbekannte Abkürzung. Die digitale Umsetzung, Vernetzung, die Veränderung der Abläufe haben unsere Arbeit schnelllebiger, komplexer, unberechenbarer gemacht. Wir können kaum noch planen, da wir ständig und sofort reagieren müssen.

Führungskräfte sollen flexibel, anpassungsfähig oder, wie es heute heißt: resilient sein. Resilienz bedeutet, mit Belastungen und widrigen Umständen umgehen können. Resilienz ist abhängig von Eigenschaften, die sich in unserem Charakter zeigen, und auch unsere eigene Haltung spielt eine entscheidende Rolle .

Die Hirnforschung bestätigt, dass unser Gehirn dank seiner Neuroplastizität bis ins hohe Alter in der Lage ist, zu lernen: Wir können auf Neuerungen in unserem Umfeld reagieren und strukturelle Veränderungen annehmen und umsetzen.

Diese Beweglichkeit des Geistes sollte sich in der Beweglichkeit unseres Körpers widerspiegeln. Langjährige Schreibtischtätigkeit kann oft chronische Verspannungen und eine gebeugte Haltung nach sich ziehen. Körperliche Beweglichkeit ist ein Ziel der Resilienzförderung, denn: Nur in einem beweglichen Körper steckt ein beweglicher Geist.

Neben den sieben Resilienz-Tipps (siehe auch:„Resilienz im Berufsalltag”) habe ich für mich gemerkt: innehalten, bei mir ankommen, sammeln, neu darauf schauen und erst dann handeln.