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Mediation, der schlafende Gigant!

Das neue Mediationsgesetz wurde bundesrechtlich beschlossen und ist seit dem 26.07.2012 in Kraft. Der Anstoß kam aus Brüssel, die Umsetzung der EU Richtlinie 2008/52.

Ein Paradigmenwechsel im Recht, wie vom Bundesverfassungsgericht bereits in 2007 gefordert, Zitat: eine zunächst streitige Problemlage durch eine einverständliche Lösung zu bewältigen, ist auch in einem Rechtsstaat grundsätzlich vorzugswürdig gegenüber der richterlichen Entscheidung.

Laut Süddeutscher ein unscheinbares Jahrhundertgesetz, welches unsere Rechtskultur verändern wird. In naher Zukunft mündige Bürger und zufriedene Menschen statt Sieger oder Verlierer?

Und zur Überraschung vieler und entgegen mahnender Stimmen gilt das Gesetz auch bei den Finanzgerichten. Unser BFH Präsident Mellinghoff sieht die Steuergerechtigkeit in Gefahr: das ist ein Mittel (Mediation) das passt nicht in die Finanzgerichtsbarkeit; ich bin der Meinung, dass die Mediation in der Finanzgerichtsbarkeit nichts zu suchen hat. Zumindest sollte man wissen, dass die Mediation im Verwaltungsrecht (Sozialrecht) erfolgreich praktiziert wird.

FG Rheinland-Pfalz sieht dem Start der Mediation in den Finanzgerichten mit großem Interesse entgegen (Juni 2010), nicht der staatliche Steueranspruch ist verhandelbar, Mediation kann aber sinnvoll einsetzbar sein bei der Klärung komplizierter Sachverhalte.

Grundsätzlich auch Befürwortung durch den DStV, da sinnvolle und einheitliche Grundlagen für die Mediation geschaffen werden.

Für uns in der Praxis werden wir sehen, was Mediation beim Finanzgericht oder zuvor beim Finanzamt möglich macht, Ermessensspielräume und Billigkeitsregelungen sind eher schlecht einklagbar, sondern besser verhandelbar.

Bessere Verhandlungstechniken und auch die Sichtweise des Gegenübers verstehen, indem man sich in dessen Lage versetzt, sind Grundlagen der Mediationsausbildung. Die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten können in Mandantengesprächen und auch im Bereich Mitarbeiterführung von hohem Nutzen sein. Ganz zu schweigen von den großen Einsparmöglichkeiten im Konfliktmangement (nachgewiesen durch Studien der KPMG).

Mediation bedeutet durchweg flexiblere und kreative Lösungen was uns Steuerberatern zunächst unpassend für unsere tägliche Praxis erscheint und doch Mediation liegt im Zukunftstrend der steigenden Selbstbestimmung, sie gewährleistet eine Begegnung auf Augenhöhe, auch wenn auf der anderen Seite eine Institution steht.

Und so sehe ich es auch so wie ein Kollege auf seiner Internetseite schreibt:

In diesem Sinne, schau´n wir mal, was kommt

Wirtschaftsmediation

Mediation gewinnt auch im Wirtschaftsleben zunehmend an Bedeutung. Das Mediationsverfahren, ein kostengünstiges und effizientes Instrument der Konfliktbearbeitung wird von immer mehr Unternehmen genutzt. Seit über 20 Jahren werden in den USA  – insbesondere auch in der Wirtschaft – gute Erfahrungen mit dieser alternativen Konfliktlösungsmethode, der Mediation gemacht und beste Ergebnisse erzielt, die Erfolgsquote liegt zwischen 70 - 90%, d.h. Konfliktlösung bringt einen großen betriebswirtschaftlichen Nutzen.

Die Anwendungsbereiche der Wirtschaftsmediation sind vielfältig und betreffen sowohl den innerbetrieblichen Bereich als auch Konflikte zwischen Unternehmen und mit Dritten:

Konflikte am Arbeitsplatz, Teamkonflikte, Mobbing, Gesellschafterkonflikte, Unternehmensnachfolge, Konflikte in Familienunternehmen, Konflikte zwischen Geschäftspartnern und Konkurrenzfirmen, Fusionen und Firmenübergänge, Störungen in Kunden/Lieferantenbeziehungen, Wettbewerbsstreitigkeiten.

Auch wir Steuerberater sollten nicht die Augen verschließen, vor den Zahlen, die bereits aus Studien vorliegen:

 

KPMG 2009

in Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern entstehen Konfliktkosten von über 500.000,00 Euro

Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern beziffern die Konfliktkosten auf 100 bis 500.000,00 Euro

 

StB Dr. D. Berning 2006

In einer Anwaltskanzlei bestehend aus 2 Senior- und 2 Juniorpartnern mit einem Umsatz von 300T€ pro Partner und einem Gewinnsatz von 35% bricht ein schwerwiegender Konflikt aus, die Zahlen im Jahr danach:

 

 Umsatzrückgang                                      17%

 Steigerung Personalkosten                     5%

 Steigerung sonstige Kosten                  25%

 Erhöhung Forderungsbestand              63%

 Minderung Gewinnsatz auf                    15%

 

Mediation

Abgeleitet aus dem lateinischen Adjektiv „medius“ bedeutet zwischen zwei Ansichten oder Parteien die Mitte haltend. Als Steuerberater sind wir es gewohnt mittendrin zu sein und doch im Interesse des „Ganzen“ zu schauen und den Überblick zu halten, also kein alleiniges Tätigkeitsfeld für Rechtsanwälte, die doch von Rechts wegen in erster Linie Parteivertreter sind.

Innehalten Resilienz

Kennen Sie das? Sie gehen wohin, wollen was tun, werden währenddessen angesprochen, und dann: Was wollte ich noch?

Wir leben in Zeiten größter Herausforderungen, die digitale Welt macht Vieles neu, anders. Die Organisationsabläufe in unseren Büros verändern sich, Strukturen, die gestern noch richtig und gut waren, werden schon heute in Frage gestellt und sind morgen längst überholt.

Auch diese Geschwindigkeit ist neu, sind wir nicht gewohnt, wir kennen stabile, klare Strukturen und Abgrenzungen – heute ist „alles“ offen. Das Checken der vielfältigen Möglichkeiten ist oft ein Zeiträuber, in unserem gewohnten Ablauf wäre es schneller gegangen, frei nach dem Motto: Lieber ein bekannter Umweg als eine unbekannte Abkürzung. Die digitale Umsetzung, Vernetzung, die Veränderung der Abläufe haben unsere Arbeit schnelllebiger, komplexer, unberechenbarer gemacht. Wir können kaum noch planen, da wir ständig und sofort reagieren müssen.

Führungskräfte sollen flexibel, anpassungsfähig oder, wie es heute heißt: resilient sein. Resilienz bedeutet, mit Belastungen und widrigen Umständen umgehen können. Resilienz ist abhängig von Eigenschaften, die sich in unserem Charakter zeigen, und auch unsere eigene Haltung spielt eine entscheidende Rolle .

Die Hirnforschung bestätigt, dass unser Gehirn dank seiner Neuroplastizität bis ins hohe Alter in der Lage ist, zu lernen: Wir können auf Neuerungen in unserem Umfeld reagieren und strukturelle Veränderungen annehmen und umsetzen.

Diese Beweglichkeit des Geistes sollte sich in der Beweglichkeit unseres Körpers widerspiegeln. Langjährige Schreibtischtätigkeit kann oft chronische Verspannungen und eine gebeugte Haltung nach sich ziehen. Körperliche Beweglichkeit ist ein Ziel der Resilienzförderung, denn: Nur in einem beweglichen Körper steckt ein beweglicher Geist.

Neben den sieben Resilienz-Tipps (siehe auch:„Resilienz im Berufsalltag”) habe ich für mich gemerkt: innehalten, bei mir ankommen, sammeln, neu darauf schauen und erst dann handeln.

Macht der Gewohnheit oder neue Wege

Ja, immer noch gilt: Lieber ein bekannter Umweg als eine unbekannte Abkürzung. Obwohl: Sich dem Neuen zu stellen, bringt auch Freude, diese Aufgaben anzugehen und zu schaffen, oft im Rückblick – es war nicht schwierig und zukünftig wird es leichter sein.

Steuerberater sind immer wieder Vorreiter für ihre Mandanten und, nicht zu vergessen, für ihr Mitarbeiterinnen. Sie haben die Führungsaufgabe, doch wer will schon „Führer“ sein? Das ist ein Titel, den in Deutschland keiner haben will, denn die Zeiten des Kadavergehorsams wie im dritten Reich sind endgültig obsolet. Ganz anders der englische Begriff „Leadership“. Damit ist zwar auch gemeint, zu führen, festzulegen, wohin die Reise geht. Wege in die Zukunft aufzuzeigen, Visionen zu entwickeln, mit den Mitarbeitern zu diskutieren, Ziele zu formulieren und Strategien zu entwickeln, und das alles mit Begeisterung. Denn mit Begeisterung motivieren wir am leichtesten.

Mit dem Begriff „Leadership“ wird aber auch die VerMitarbeiter) befähigen und stärken. Das V erhalten eines Menschen in kritischen Situationen, das ist es, was einen Leader auszeichnet.

Nach Bernd Geropp bedeutet „Leadership“, das Richtige (stimmige) zu tun! Podcaster Michael Hyatt hat 5 Kernpunkte für authentische Leader beschrieben: 

  1. Ein Leader hat Visionen.
  2. Ein Leader geht mit gutem Beispiel voran.
  3.  Ein Leader kann Einfluss ausüben (im Sinne von begeistern). 
  4. Ein Leader verändert sein Umfeld (zum Wohle aller).
  5. Ein Leader ist integer.

Der letzte Punkt bedeutet, integer zu sein, Werte zu haben und diese auch zu leben. Seinen Einfluss zu nutzen, um Veränderungen im Positiven, zum Nutzen der Menschheit, zu bewirken.

Nach Dr. Simone Meller bedeutet „echtes Leadership“ das Überwinden von alten Gewohnheitsmustern; Menschen, die aus ihrer eigenen, inneren Kraft vorangehen und Wachstum stimulieren, haben Erfolg.

Zugausfall wegen Personalmangel!

Unglaublich, Alarm im Eisenbahn-Bundesamt (Die Welt), ein gewaltiger Personal Engpass verhindert die zwingend vorgeschriebenen Genehmigungen im deutschen Schienenverkehr. Ohne Genehmigung kann kein Zug auf´s Gleis, wird kein Zug die Strecke befahren.

Welche Macht des Personals und welches Eingeständnis an mangelnder Führungskompetenz! Führungskompetenz bezeichnet die Fähigkeit leitender Personen in einer Organisation, Führungsaufgaben erfolgreich zu bewältigen, den Erfolg wiederum misst man an der Erfüllung der Erwartungen der Stakeholder z.B. Kunden,  Mitarbeiter u.a. (Wikipedia).

Erlauben Sie mir die Frage, wie sind wir Steuerberater aufgestellt in unseren Kanzleien? Sind wir für unsere Mitarbeiter eher Ausbeuter und Abzocker oder sind wir auf dem Weg einer fairen nachhaltig wertschätzenden Führung auf Augenhöhe mit dem Gegenüber? Das Anforderungsprofil an unseren Berufsstand ist neben dem Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und dem Interesse an steuerlichen und rechtlichen Fragen: Kontaktfreude und serviceorientierte Gesprächsführung. Täglich haben wir mit Menschen unterschiedlicher Couleur zu tun, denen wir gerecht werden wollen. Der Bereich Kommunikation rückt immer mehr in den Vordergrund und ist in unseren Kanzleien wichtiger denn je.

Als emphatische natürliche Autorität sollten wir die Ressourcen unserer Mitarbeiter nutzen und ihre Potenziale entfalten,  indem wir bei der Aufgabenvergabe ihnen i.S. der Salutogenese die Sinnhaftigkeit, die Handhabbarkeit und auch die Verstehbarkeit der zu erfüllenden Aufgaben vermitteln. So können wir den, durch berufliche Herausforderungen bedingten Stress- und Überlastungserscheinungen, die zuweilen  eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit darstellen, entgegen wirken.

Im Bereich der Mitarbeiterführung sind aus Sicht der Psychosynthese zwei Motivationsarten zu unterscheiden, die Vermeidungsmotivation „Druck“  und die Wachstumsmotivation „Sog“. Die Vermeidung gründet auf dem Motiv der Angst – vor Bestrafung oder Unannehmlichkeiten. Durch Angst motivierte Arbeit ist Arbeit „unter Druck“, der Mitarbeiter leidet darunter, seelisch und körperlich, als auch die Qualität der Arbeit. Die Wachstumsmotivation erzeugt Sinn, Freude und Kreativität, sie ziehen den Mitarbeiter „nach oben“, diese Leistungen gelingen müheloser und ökonomischer, sie führen meist zu qualitativ hochwertigeren Ergebnissen und verringern die durch Krankheit bedingten Ausfälle der Mitarbeiter (Institut T.I.P.P.).

Ich darf Sie einladen, machen Sie sich eine gute Führung zu Eigen, Sie werden sehen, so lässt es sich einfach besser arbeiten (ohne Zugausfälle) und leben.

 

Elke Knühmann

 

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